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Pfarrbrief und mehr ...

 

Geschichtliche Entwicklung

Kurz nachdem sich Dom- und Königsbach zum Altbach vereinigen, war schon Anfang des 17. Jahrhunderts auf der Gemarkung Züsch ein Eisenwerk vorhanden.

An diesem Standort entwickelte sich unter dem Unternehmer Hauzeur, geboren 1663 in Verviers (Belgien), gestorben 1745 auf Abenteuerhütte (Verbandsgemeinde Birkenfeld), das größte Eisenwerk des Hunsrück.

Dieses Eisenhüttenwerk war, wie damals üblich, als Streuanlage konzipiert und errichtet worden. Die Gesamtanlage umfasste über den vorgenannten Bestand hinaus ein Pochwerk, eine Schmelze (Holzkohlehochofen) und eine Holzkohlenscheuer. Es handelte sich nach heutigen Maßstäben um ein integriertes vorindustrielles Eisenhüttenwerk.

Zu dieser Blütezeit hatten zahlreiche Holzfäller, Kohlenbrenner, Erzgräber, Schmelzer und Hammerschmiede, die in Waldhütten und Baracken lebten, Brot und Arbeit. So entstanden auch zahlreiche Siedlungen wie beispielsweise Damflos, Abtei oder der Ortsteil Schmelz der Gemeinde Neuhütten.

Nach 1834 soll der Hammer stillgelegt worden sein. Die Angaben zur Stillegung sind teilweise widersprüchlich und insofern möglicherweise historisch noch nicht abschließend geklärt. Unabhängig hiervon war damit der Verfall der Werksanlagen und der Arbeitslosigkeit der Beschäftigten vordeterminiert.

Die Berufsbezeichnungen Holzhauer, Köhler, Erzgräber geben zugleich einen Hinweis auf örtlich vorgegebene Produktionsfaktoren. Zu diesen gehört selbstverständlich auch die Wasserkraft. Arbeit und Kapital siedelten sich damals da an, wo neben den Rohstoffen Eisenerz und Holz auch Energie in Form von Wasserkraft vorhanden war.

So nimmt es nicht Wunder, dass das Mittelgebirge Hunsrück zu Beginn der Neuzeit sozusagen ein "vorindustrielles Ruhrgebiet" darstellt.

Quelle: Informationstafel am Züscher Hammer

vor 1618 vor dem 30-jährigen Krieg war auf dem Hochwald eine blühende Eisenindustrie beheimatet
um 1627 Erwähnung eines Eisenhüttenwerkes bei Züsch, Schmelzer Lorenz Barth siedelte von Abentheuer (Hütte) nach Züsch um.
um 1635 Zerstörung der Eisenschmelze im 30jährigen Krieg (1618 - 1648)
seit 1658 Wiederinbetriebnahme Jean wird neuer Betreiber
um 1662 Sohn Mathieu Marlotte übernimmt Eisenhüttenwerk
1694 Genehmigung zum Betrieb eines Eisenhüttenwerkes durch die Herrschaft von Hunolstein für Joseph Hauzeur mit 30jähriger Laufzeit (1694 - 1724)
1721 Pachtverlängerung für die Zeit von 1724 – 1737
1733 Pachtverlängerung für die Zeit von 1737 – 1740
1734 Kurtrierische Verwaltung des Züscher Lehens –Stillstand des Eisenhüttenwerkes
1765 Hunolsteiner Konzession an Hüttenmeister Rene Leopold Choisy aus Nancy zum Aufbau und Betrieb eines Eisenhammerwerkes am Standort alten des Züscher Hammers
um 1780 Hüttenmeister Alberti wird neuer Besitzer des Hammerwerkes
1784 Alberti verkauft Hammerwerk an Hüttenunternehmer Heinrich Detmar Pasterts
um 1800 Bestand der Werksanlage: 1 Hammerwerk, 1 Frischfeuer zum Erhitzen der „Rheinischen Masseln“
1835
Verkauf der Werksanlage durch Maximilian, Sohn von Heinrich Detmar Pasterts, an Karl Gottbill, Erbe zu Mariahütte - Stillegung
1843 Beginn der Stilllegung des Züscher Hammers
1983 Beginn der Freilegungsarbeiten am Züscher Hammer
2001 Inbetriebnahme des rekonstruierten Hammerwerkes

Baugebiet Großer Röder

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