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Pfarrbrief und mehr ...

 

Bräämbiare bräsche

Sandra Cäsar
Sandra Cäsar

In diesem Jahr gab es viele Brombeeren im Wald. Beim Einsammeln muss man auf die ekeligen Brombeerdornen achten. Aus den leckeren Brombeeren wird Brombeermarmelade gekocht. Lecker schmeckt auch Brombeer gemischt mit Holunder.

©Margareta Bouillon-Adams 2018

Wääle bräsche

M.Bouillon-Adams
M.Bouillon-Adams

Schon als Kinder gingen wir mit unserer Mutter Maria und der Nachbarin Marzella „Enn die Wääle“, um Heidelbeeren zu sammeln. Mein Bruder Bert, meine Schwester Petra und die Nachbarskinder Elfie, Thomas und Horst waren natürlich auch dabei. Wir Kinder bekamen ein kleines Henkelkesselchen von der Mutter, in das wir die Heidelbeeren hineinsammeln mussten, bis es voll war. Dann mussten wir in den Eimer der Mutter unsere mühsam gesammelten Heidelbeeren hineinkippen und dann musste man weiter „Wääle bräsche“. Auf Damfloser Platt heißt es natürlich nicht Heidelbeeren sammeln sondern „Wääle bräsche“. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, das unsere Mutter immer ein Honigeimerchen mit Deckel aus Blech zum „Wääle bräsche“ mit hatte. An manchen schwülen Tagen machten uns die Mücken und die Waldameisen zu schaffen, die Heidelbeeren waren klein und das Kesselchen wieder und wieder voll zu pflücken machte nicht immer Spaß. Natürlich wanderte die ein oder andere Heidelbeere anstatt in das Kesselchen in den Mund, der innen und außen, genau wie die Hände, ganz blau verfärbt war. Auch die Kleider bekamen „Wääleplagge“ (Heidelbeerflecken), die beim Waschen nur sehr schwer wieder herausgingen, da wir Kinder uns oft neben die niedrigen Heidelbeerhecken hinsetzten

Daheim dann wurden die „Wääle“ gleich geputzt und von den Blättern und Stielen gesäubert, die wir Kinder mitgesammelt hatten. Die Mütter achteten mehr darauf, „sauber“ zu „bräsche“, als wir Kinder.

Aus den „Wääle“ wurde „Wäälepangkuche (Heidelbeerpfannkuchen), „Wääleschmiea“ (Heidelbeermarmelade) oder auch mal ein „“Wäälebärmschä“ (Tortenboden mit Heidelbeerbelag) hergestellt. Nicht in jedem Jahr kann man im Wald Heidelbeeren sammeln. Das Wetter muss stimmen, damit die Heidelbeerhecken blühen und später Früchte tragen, so wie in diesem Jahr. Früher gingen ganz viele Leute aus Damflos „Wääle bräsche“, heute nur noch wenige. Die Fotos zeigen drei „Wäälebräscha“, die die alte Tradition noch weiter leben lassen, denn unser Leben in Damflos war immer ein Leben mit und in der Natur und ein Leben inmitten und vom Wald, der unser schönes Dorf schon immer geprägt hat.

©Margareta Bouillon-Adams

Früh übt sich

Sandra Cäsar
Sandra Cäsar

Das dachte sich sicher auch Olivia Cäsar, die mit ihrer Mutter Sandra, ihren Großeltern Maria und Bert Bouillon und ihrer Großtante Margareta Bouillon-Adams an einem sonnigen Vormittag in den Wald ging, um Brombeeren zu sammeln. Wie die Großen wollte die kleine Olivia auch ein „Kesselschen“ zum Einsammeln der leckeren Waldfrüchte mit einem Band oder einem Gürtel um den Bauch gebunden haben. Allerdings ist unschwer zu erkennen, dass das „Kesselschen“ von Olivia erheblich kleiner ist als die Behältnisse der Großen. Sonst macht es ja auch keinen Spaß, wenn man nur den Boden bedeckt hat und sein „Kesselschen“ nicht voll bekommt. Und es ist ja auch nicht jeder so wie früher mancher Lausbube, der dreiviertel des „Kesselschens“ mit Fichtenzapfen gefüllt hat und nur ganz oben drauf eine Schicht Brombeeren gesammelt hat. Daheim beim Ausschütten der Beeren war natürlich dann „Zinnober“ im Haus. Da die Brombeeren normalerweise keine Maden haben, wanderten wohl die Allermeisten in den Mund der kleinen Olivia. Zuhause wurden aus den Beeren Marmelade und Saft hergestellt und für Olivia war das ein wirklich herrlicher Vormittag im Wald. ©Margareta Bouillon-Adams

Baugebiet Großer Röder

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