Aus der Reihe „verborgene Talente in Damflos“ präsentieren wir heute das Ehepaar Arnold und Maria Schmitt, geb. Brill, aus dem „onnaschde Egge“.
Einer ihrer Leidenschaften ist das Arbeiten mit Schafwolle und Holz.
So haben beide in diesem Jahr ihre Krippe selbst gebaut. Arnold hat den Stall aus Holz konstruiert und mit Baumrinden gedeckt. Maria hat alle Figuren, die zur Krippe gehören, aus Schafwolle selbst in stundenlanger Handarbeit hergestellt.
Hier und da hat ihr ihr Mann bei den Figuren geholfen, so z.B. hat er die Flöten geschnitzt, die Stöcke für Hirten und den Josef aus Weißdorn geschnitzt und geflammt und das Holz auf das Kamel geladen.
Die Arbeit mit der Schafwolle nennt man filzen. Die Schafwolle muss zuerst einweichen und wird dann vier- bis fünfmal mit Shampoo sauber gewaschen, damit alles Fett davon entfernt ist. Danach wird sie in einem großen Topf oder Einkochkessel eingefärbt, was nur unter Kochen möglich ist. Hiernach muss die Schafwolle von Hand auseinandergezupft werden und dann wird sie in der von Arnold Schmitt selbst zusammengebauten Maschine kadiert, damit sie ganz flauschig wird. Nun ist die Schafwolle fertig, um verarbeitet zu werden. Der Boden der Krippe wurde von Maria Schmitt nass gefilzt.
Die Krippenfiguren wurden mit einer Nadel gefilzt.
Zunächst wird die kadierte Schafwolle um ein vorgeformtes Gestell, meist aus Pfeifenputzer, gewickelt und festgehalten. Mit der Filznadel wird dann in die Wolle gestochen. In der Nadel nach vorne zeigende Widerhaken verdichten die Wolle, so dass mit tausendfach gezieltem Einstechen die gewünschte Form entsteht. Dies erfordert sehr viel Geschick und Geduld.
Wie man sieht, haben Maria und Arnold Schmitt sehr viel Geschick und Geduld und dies hat sich ausgezahlt, denn so eine Krippe ist doch wirklich prachtvoll und einmalig. Eigentlich zu schade um sie der Öffentlichkeit vor zu enthalten.