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    dä Schennahannes en Damflos

    Voa langa Zäijd waa dä Schennahannes enn dänne Waldstegga omm Damflos eromm se Gang.

     

    Dòò haad ä guure Schuschda medde emm Dorf gewòhnd, dä emma dadd Lärra, wadd ä gebroucht haad, fòa Schuh se mache, ous dämm benòhbadde Saarland geholl haad. Dòòdefòa muschd dä awwa von Damflos durrich dä Äwasch- wald geä onn haad naddealisch aach Angschd, von dämm Schennahannes onn dämm saijne Gesälle, òrra von annare Vaggabonde, iwwafall se gänn.

     

    Äänes Òòwens, en däa Advändszäijd, wie jaus dä Schnee geschdebbd onn gehausd hadd onn wie ed schon so zimmlisch duschda gänn wa, klòbbd ed an dämm Schuschda säij Wärgschdaddfenschda. Aschrògg meschd dää Schuschda off onn dóó hadd dä laijbhaffdije Schennahannes vóórem gestann.

     

    Dä Huud haaren gans dief ennd Gesichd gezoo onn gesaad, dass ä gehoad hädd, dä Schuschda ging guure onn haldbare Schdiwwele mache onn ä hädd gäa ä Paa ous schwaddsem Lärra. Wenn se guud passe ginge onn|emm gefalle genge, dann krääd ä aach ä guure Lohn dòòdevòa. Ä derrfd awwa nimmand dòòdevonn vazeele. Enn zwo Woche omm disällwe Schdonn kääm ä, fòa saijn Schdiwwele abseholle. Onn fòadd waaren.

     

    Dä Schuschda wa nedd se kiien nää se saä onn hadd sich gläijch am näägschde Morrije an die Arwädd gemach. Gans sòrgfällisch haaren an dämm Schennahannes saijne naue schwaddse Schdiwwele geschaffd onn aach käänem, noch nedd emòòl saijna Fraa, dòòdevon vazeeld. So haaren dadd paa Schdiwwele feadisch gemach; scheen waren se gänn onn stabil.

     

    On dòò ess dä Daach komm, an dämm dä Schennahannes saijn Schdiwwele abholle wolld. Ed wa schon faschd dongel woad onn dä Schuschda haad  ä bissi gegrould, òb dann die Schdiwwele ach ginge dämm Schennahannes gefalle.

     

    Enn saijna klääna Wärgschdadd haaren dann gewaad. Off ämòòl hadd ed an da Schaif geklòbbd onnenn wa dòò, dä Schennahannes. Sofòadd hadd dä ängschdlije Schuschda dadd Fenschda off gemach onn dämm Schennahannes die Schdiwwele hingehall.

     

    Dämm hann die diräggd aarisch guud gefall, ä waa hoch sefrirre medd däa guura Arwädd, die dä Schuschda gemach haad onn hadd dämm ä guure Lohn bezahld.

     

    Dämm Schuschda ess ä Stään vom Häadds gefall.

    Dann saad dä Schennahannes noch zuämm dass ä, wenn ä waijle nòmòò durrich dä Äwasch- wald ging, fòa Lärra se holle, onna saijnem Schudds schdeä gäng onn nimmi se groule bräischd, von irrjendimmand iwwafall se gänn.

     

    Dä Schuschda wa froh onn glegglisch dadd die Sach so guud ousgang wa. Onn ä haad waij noch ä bissi Gälld, fòa medd saijna Fraa onn saijne Kenna scheene Wäihnachde se faijare.

     

    Iwwrijens, dä Housname Schuschda geffded aach haud noch enn Damflos.

    ©Margareta Bouillon-Adams

  • Der Schinderhannes in Damflos

    Vor langer Zeit trieb der Schinderhannes in den Waldstücken um Damflos herum sein Unwesen.

    Dort wohnte ein guter Schuster, mitten im Dorf, der das Leder, das er brauchte, um Schuhe herzustellen, immer aus dem benachbarten Saarland holen musste. Dafür musste er aber von Damflos durch den Äwasch Wald gehen und hatte natürlich auch Angst, von dem Schinderhannes und seinen Gesellen oder von anderen Vagabunden überfallen zu werden.

    Eines Abends, in der Advendszeit als draußen Schneegestöber herrschte und es schon dunkelte, klopfte es an die Werkstattfenster des Schusters. Erschrocken macht der Schuster die Fenster auf und da stand der leibhaftige Schinderhannes vor ihm.

    Den Hut hatte er ganz tief ins Gesicht gezogen und gesagt, das er gehört hätte, dass der Schuster gute und haltbare Stiefel herstellen würde und er hätte gern ein Paar aus schwarzem Leder. Wenn die Stiefel gut passen und ihm gefallen würden, dann würde er  auch einen guten Lohn dafür zahlen. Der Schuster dürfte aber niemand davon erzählen. In zwei Wochen um dieselbe Stunde käme er, um die Stiefel abzuholen. Und weg war er.

    Der Schuster traute sich nicht, den Auftrag abzulehnen und machte sich gleich am nächsten Morgen an die Arbeit. Ganz sorgfältig arbeitete er an den neuen schwarzen Stiefeln für den Schinderhannes und erzählte auch niemandem, noch nicht mal seiner Frau, von der Sache. So stellte er das Paar Stiefel her, schön waren sie geworden und stabil.

    Und dann kam der Tag, an dem der Schinderhannes seine Stiefel abholen wollte. Es war schon fast dunkel und der Schuster hatte ein wenig Angst, ob die Stiefel auch dem Schinderhannes gefallen würden.

    In seiner kleinen Werkstatt wartete er. Auf einmal klopfte es an die Fensterscheibe, und er war da, der Schinderhannes. Sofort öffnete der ängstliche Schuster das Fenster und hielt dem Schinderhannes die Stiefel hin.

    Dem gefielen die neuen schwarzen Stiefel sehr und er war hoch zufrieden mit der guten Arbeit des Schusters und zahlte dem Schuster einen guten Lohn.

    Dem Schuster fiel ein Stein vom Herzen.   
    Dann sagte der Schinderhannes noch zu ihm dass er, wenn er jetzt wieder durch den Äwasch Wald gehe, um Leder zu holen,  unter seinem Schutz stehen würde und keine Angst mehr zu haben brauche, von irgendjemand überfallen zu werden.

    Der Schuster war froh und glücklich, dass die Sache so gut ausgegangen war. Zudem hatte er jetzt noch einwenig Geld um mit seiner Frau und seinen Kindern ein schönes Weihnahchtsfest zu feiern.

    Übrigens, den Hausnamen „Schuschda“ findet man auch heute noch in Damflos.

    ©Margareta Bouillon-Adams

[offgeschrief von Margret Bouillon-Adams,
phonetisch redigiert von Karl-Heinz Kaub,
voagelääs von Stefan Pink]

Mit freundlicher Unterstützung der "Hörspielbox" des RBB (Radio Berlin Brandenburg), Berlin  und Widder Musik, Graben-Neudorf.

Hintergründe

Johannes Bückler

Johannes Bückler (frz. Jean Buckler; genannt Schinderhannes; * Herbst 1779 in Miehlen oder Weidenbach bei Nastätten im Taunus[1]; † 21. November 1803 in Mainz) war ein deutscher Räuber, dem heute 130 Straftaten, zumeist Diebstähle, Erpressungen und Raubüberfälle nachgewiesen werden können. Die Gesamtzahl seiner Mittäter betrug 93.

Carl Zuckmayer umschrieb den Hunsrückräuber in seinem Schinderhanneslied mit den Worten: „Das ist der Schinderhannes, Der Lumpenhund, der Galgenstrick, Der Schrecken jedes Mannes, Und auch der Weiber Stück …“

[Quelle:Wikipedia]

Sein Leben

[Quelle: www.schinderhannesfestspiele.de/Schinderhannes-1-11-1.etc ]

25.07.1777
Schinderhannes Eltern, Johann Bückler und Anna Maria Schmitt, heiraten in  Miehlen im Taunus 

24.10.1777
Der erste Sohn der Familie Bückler erblickt in Miehlen im Taunus das Licht der Welt und erhält den Namen Friederich Philipp.

25. Mai 1779 (????)
Den Bücklers wird ein zweiter Sohn geboren, sie nennen ihn Johann Wilhelm.

1784
Die Familie Bückler verlässt Miehlen Hals über Kopf angeblich um nach Polen auszuwandern, weil die Mutter des wiederholten Diebstahls bezichtigt wird. Der Vater lässt sich in Ollmütz/Mähren vom kaiserlichen Regiment Hildburghausen anwerben und wird Soldat. 

21.08.1787
Schinderhannes Vater desertiert, begibt sich zu den Preußen und wird mit neuen Papieren ausgestattet. Damit kehrt er nach Hause zurück.

1792
Die Familie lässt sich im Heimatort des Vaters, in Merzweiler, nieder. Die Familie zieht später nach Veitsroth.

1796
Der Schinderhannes verlässt die Familie. Er beginnt eine Lehre bei dem Wasenmeister und Scharfrichter Nagel in Bärenbach. Er stiehlt ihm sechs Kalbsfelle und eine Kuhhaut. Weitere Diebstähle werden bekannt: Ein Pferd, Felle, Schafe. Hannes wird erwischt und kommt in Kirn in Haft. Er erhält eine Prügelstrafe, die ihn sehr kränkt. Er bricht schließlich aus der Arreststube aus und findet Zuflucht in Züsch und Muhl im Hochwald nahe bei Hermeskeil.


1796
Der Schinderhannes lernt in Hennweiler den Müllerhannes und den Petronellenmichel kennen und erhält erste Lehrstunden im Räuberhandwerk. Gemeinsam begehen sie mehrere Diebstähle.

14.12.1796
Kirn verfasst einen Steckbrief. Er wird zum ersten Mal offiziell gesucht. 

09.02.1797
Hannes begeht einen Tuchdiebstahl in Birkenfeld.

20.04.1797
Hannes wird in Muhl gestellt, verhaftet, durch einen Trick gelingt ihm die Flucht. 

Sommer 1797
Mit gleichgesinnten Ganoven verbringt der Schinderhannes den Sommer in seinem „Stützpunkt“ Liebshausen bei Rheinböllen. In Simmern klaut er gemeinsam mit dem Roten Fink, Velten Weimars Hannes und Johannes Seibert vier Schweine.

10.10.1997
Zusammen mit Jakob Fink begeht der Hannes in Steinbach einen Pferdediebstahl

22.12.1797
Wegen des Streits um ein Mädchen und die Misshandlung des Mädchens und seiner Mutter jagen der Hannes und seine Komplizen den Ganoven Niklas Rauschenberger, genannt  Plackenklos. Sie spüren ihn auf einem Hof bei der Burgruine Baldenau bei Morbach auf und erschlagen ihn. 

25.01.1798
Hannes begeht einen Einbruch auf der Spaller Ziegelhütte.

10.07.1798
Durch Zufall wird der Gesuchte in Weiden verhaftet und kommt für einen Tag in Herrstein in Haft. Dann wird er über Idar-Oberstein ins Gefängnis nach Saarbrücken verbracht.

17.07.1798
Am Tag nach seiner Einlieferung gelingt dem Hannes die Flucht.
 
11.08.1799
Der Hannes trifft den Schwarzen Peter im Soonwald, wo dieser nach Geld Ausschau hält.

12.08.1798
Am Thiergarten im Soonwald bei Argenthal wird der Viehhändler Simon Seligmann aus Seibersbach brutal ermordet. Der Schinderhannes teilt mit dem Täter, dem "Schwarzen Peter", die Beute.

25.02.1799
Der Hannes wird des nachts im Bett seiner Geliebten, der Budzliese-Ami, bürgerlich Anna-Maria Schäfer, in Schneppenbach überrascht. Ohne die Möglichkeit der Gegenwehr wird er vom Kommissar Lecavellier und acht Helfern verhaftet. Nach 2 Tagen Arrest in Kirn überstellt der Friedensrichter Franz Joseph Reichensperger den Schinderhannes in das als ausbruchsicher geltende Gefängnis in Simmern.

Während der Haft 1799
Hannes wird mehrfach verhört und ist weitgehend geständig. Nur Morde begangen zu haben streitet er vehement ab.

Während der Haft 1799
Der Pächter des Althofs in Kempfeld an der Nahe, Johann Georg Scherer, versucht, mittels eines von einem befreundeten Apotheker hergestellten und dem Schinderhannes überbrachten Gifttranks diesen umzubringen. Er will ihn an einer Aussage hindern. Der Anschlag misslingt.

Während der Haft 1799
Elise Werner, eine Freundin des Hannes, besucht ihn zwei Mal in der Haft.

19.08.1799
Der Schinderhannes flieht aus dem sichersten Gefängnisturm seiner Zeit. Um diese Flucht ranken sich viele Gerüchte und Anekdoten. 

Ende 1799
Hannes begibt sich zum Wasenmeister Nagel nach Bärenbach. Dort wird er medizinisch behandelt.

Ende 1799
Nach der Flucht beginnt Hannes, Mitstreiter anzuwerben und seine Bande zu formen.

24.11.1799
Hannes trifft sich in einer Mühle bei Weiden mit anderen Räubern. Ein Diebstahl bei dem Lippertges-Christian, einem nur unter seinem Spitznamen bekannten Bettler, schlägt fehl.

Nov. 1799
Der Hannes bricht mit Peter Zughetto und anderen im Laden einer Witwe in Offenbach am Glan ein.

17.12.1799
Der Schinderhannes überfällt mit Komplizen beim Stenzhörner Hof eine Gruppe reisender Juden und den Bauern Peter Maurer.

24.11.1799
Hannes begeht einen Einbruch in Offenbach an der Glan.

18.12.1799
Die Bande organisiert einen Straßenraub beim Wickenhof.

05.01.1800
Bei Waldböckelheim überfällt die Schinderhannesbande die Insassen einer Kutsche.

11.01.1800
Peter Stibitz ermordet bei einem Einbruch der Bande in das Haus von Peter Riegel in Otzweiler den Hausherrn. Hannes bricht den Überfall ab und ist gezwungen, erstmals über den Rhein zu fliehen.

13.03.1800
Jüdische Kaufleute werden bei einem Straßenraub in Winterhauch um ihre Habe erleichtert. 

19.03.1800
Die Bande raubt bei Neubrücke in der Nähe von Nohfelden erneut jüdische Kaufleute aus.

27.03.1800
Der Jude Samuel Ely ist das Opfer des nächsten Straßenraub, beim Steinhardter Hof.

12.04.1800
Schinderhannes hat großes Glück, als er sich in letzter Sekunde einer Festnahme auf dem Eigener Hof bei Hennweiler entziehen kann.

In 1800
Der Schinderhannes wird von Jakob Simon bei einem Jahrmarkt erkannt und bei einem Gendarm angezeigt. Der kann ihn trotz der Verfolgung auf einem Pferd nicht fassen.

In 1800
Hannes erpresst Ferdinand Stumm zwei Mal, schließlich erhält Stumm einen Passierschein.

13.04.1800
An Ostern trifft der Schinderhannes auf dem Wickenhof bei Kirn erstmals Juliane Blasius (Julchen) und verliebt sich in sie. 14 Tage später bestellt er sie über einen Mittelsmann in einen Wald beim Wickenhof. Das Julchen verlässt den Vater und bleibt spontan bei ihm.

In 1800
Der Schinderhannes wird Vater, Julchen gebiert eine Tochter, die den Namen Johanna erhält.  Das Kind stirbt aber bald darauf.

30.06.1800
An diesem Tag ereignete sich die berühmte „Stiefelschlacht“ bei Schloßböckelheim, die in Anekdoten aufgegriffen und verbreitet wurde. (Siehe Schinderhanneslegenden)

Juli 1800
Erste Freibriefe des Schinderhannes tauchen auf. Hannes hat sie mit „Johannes durch den Wald“ unterzeichnet und garantiert zahlenden Reisenden darin, nicht überfallen zu werden. 

Aug. 1800
Ferdinand Stumm, Besitzer der Asbacher Hütte, erhält einen Erpresserbrief des Schinderhannes, der ihn auffordert, Schutzgeld zu zahlen.

12./13.08.1800
Neun Räuber ziehen vor das Haus den Händlers Wolf Wiener in Hottenbach und führen einen Raubüberfall durch. Der Schultheiß des Dorfes weigert sich die Sturmglocke zu läuten, weil die die Kirchenglocke nur für Christen da sei.

Aug. 1800
Der Schinderhannes haust mit seiner Bande auf der Schmidtburg.

27.08.1800
In einem Gasthaus des Ortes Griebelschied veranstaltet die Bande ihren berühmt gewordenen Räuberball.

28.08.1800
Schinderhannes sucht Zuflucht auf dem Kallenfelser Hof.

06.11.1800
Die Masche mit den Erpresserbriefen geht weiter, diesmal trifft es die Gräfenbacher-Hütte.

13.11.1800
Schinderhannes überfällt - mit Julchen  in Männerkleidung - den Juden Sender, von dem vorher mittels Erpresserbrief 25 Louisdor gefordert worden waren. Hannes erhält das Geld.

10.01.1801
Schinderhannes beteiligt sich an einem Überfall der Großen Niederländer Bande des Räubers Picard auf die Posthalterei in Würges im Taunus. 

28.01.1801
Die Bande führt einen Raub in Merxheim durch.

15.4.1801
In Laufersweiler beraubt der Hannes den Juden Isaak Moses und erbeutet fast 1700 Gulden. Tags darauf wird die Beute im Lemberg bei Oberhausen geteilt.

16.04.1801
Die Bande teilt die Beute vom Vortag im Lemberg bei Oberhausen.

25.05.1801
Im Verlauf einer Wirtshausschlägerei in Klein-Rohrheim wird ein Soldat erschossen.

11.07.1801
Der Hannes beteiligt sich an dem Überfall einer anderen Bande in Baiertal bei Wiesloch.

05.09.1801
Die Bande begeht einen Raubmord in Sötern im Hochwald.

16.09.1801
Erstmals wehren sich die Bürger einer Gemeinde und leisten bei einem Raubüberfall in Staudernheim Widerstand.

11.11.1801
Widerstand macht Schule, auch das Dorf Waldgrehweiler wehrt sich.

14.11.1801
Der folgende Raubüberfall in Obermoschel schlägt völlig fehl, der Hannes flieht erneut über den Rhein. 

14.01.1802
Die Bande überfällt den Müller Kratzmann in Merxheim. Bandenmitglieder zünden die Kleidung der alten Müllerin an, Hannes löscht das Feuer.

12.02.1802
Der Neudorfer Hof wird das Ziel einer gewaltsamen Erpressung.

20.03.1802
Der Montforter Hof wird erpresst.

April 1802
Der Schinderhannes wendet sich an den Inspektor der Salinen zu  Münster im Canton Bad Kreuznach, Lichtenberger, und bittet ihn, sich als Vermittler für seine Rückkehr in die bürgerliche Gesellschaft zu verwenden. Das Angebot des Schinderhannes wird abgelehnt.
Die Luft wird dünner, der Schinderhannes flieht, begleitet von Julchen, mit einem Planwagen über den Rhein. Dort nennt er sich Jakob Ofenloch und zieht als Händler mit Julchen umher.

11. Mai 1802
Am 11. Mai 1802 wird ein Steckbrief gegen den „berüchtigten Räuber Johannes Bückler, genannt Schinderhannes“ herausgegeben, nachdem im Dezember 1801 eine Sonderkommission zur Bekämpfung der Bandenkriminalität eingesetzt worden ist.

15.05.1802
In der Nähe von Wolfenhausen bei Limburg wird Johann Bückler von einer wied-runkelschen Streife festgenommen, weil sein Pass abgelaufen war. Er wird ausgewiesen.

31.05.1802
Hannes und seine Begleitung werden bei dem Versuch, in Wolfenhausen die restlichen Warenbestände zu verkaufen, wieder verhaftet. Um sich zu retten, lässt er sich unter dem Namen Jakob Schweikart beim Militär anwerben. 

08.06.1802
Ein Mitrekrut mit Namen Johannes Adam Zerfas erkennt und verrät den Hannes.

12.06.1802
Der Schinderhannes wird nach Frankfurt gekarrt und eingekerkert.

14.06.1802
Bei seiner Vernehmung durch die Vertreter der Stadtverwaltung gibt der Hannes sich zu erkennen und bittet darum, nicht an die Franzosen ausgeliefert zu werden.

16.06.1802
Der Auslieferung an die Franzosen folgt die Inhaftierung gemeinsam mit Juliane Bläsius im Holzturm in Mainz. 

19.06.1802
Die Verhöre des Schinderhannes beginnen, insgesamt finden 54 Einzelsitzungen statt. Er zeigt sich erstaunlich offen, redselig und überrascht durch ein detailgenaues Gedächtnis. Ohne Zögern nennt er die Namen seiner Mittäter, wodurch die Zahl der Angeklagten auf 67 wächst.

01.10.1802
Julchen bringt in der Haft einen Jungen zur Welt, der den Namen Franz Wilhelm erhält.

18.03.1803
Die Verhöre werden abgeschlossen.

24.10.1803
Im Spiegelsaal des Mainzer Schlosses, der eigens für den Prozeß hergerichtet worden ist, beginnt die Verhandlung gegen den Schinderhannes und 67 seiner Komplizen und Helfershelfer. 400 Zeugen werden im Verlauf des Prozesses gehört. Hannes kämpft um Julchens Leben.

19./20.11.1803
Kurz nach Mitternacht werden die Urteile verkündet: 20 mal Tod durch die Guillotine, allen voran der Schinderhannes. 48 Gefährten werden zu Gefängnisstrafen verurteilt. Julchen erhält eine zweijährige Gefängnisstrafe. 20 Angeklagte werden freigesprochen.

21.11.1803
Gegen 13.00 wird Johann Wilhelm Bückler auf einer Anhöhe vor den Wällen von Mainz durch die Guilottine hingerichtet. Mit ihm sterben 19 seiner Gefährten und Helfershelfer. Mit den toten Körpern werden medizinische Experimente durchgeführt.

Baugebiet Großer Röder

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