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Halloween 2017 in Damflos

Auch in diesem Jahr wurde wieder bei den Cäsars in Damflos Halloween gefeiert.

In der neu angebauten Garage an Cäsars Haus traf man sich zu Halloween Getränken und Leckereien bis es dann im Dunkeln los ging. Gruselige Riesenspinnen und grelle Katzenaugen versprühten etwas Unheimeliges und die ganze Szenerie wurde untermalt von lauten, schaurigen Geräuschen.

Die kleinen Hexen, Gespenster oder sonstige Gruselmonster gingen dann von Haus zu Haus und hatten ihre Freude daran, Süssigkeiten einzusammeln mit dem Spruch: "Süßes oder Saures!"

Auf Englisch heißt es: "Trick or Treat", was soviel bedeutet wie: "Entweder du gibst uns was zum Naschen oder wir spielen dir einen Streich"!

 

 

Bilder und Text von Margareta Bouillon-Adams

 

 

Während andere ein Traulicht vor der Türe aufstellen oder eine „Rommeleboz“, spielt sich am Haus von Sandra und Andy Cäsar die ganze Palette von „Halloween“ ab.

Der Brauch des Traulichts ist um das Fest Allerheiligen angesiedelt und hatte seinen Ursprung darin, die während der Sommermonate vom Weidevieh von den Wiesen mit in den Stall gebrachten bösen Geister zu vertreiben. So wird aus einer Futterrübe das Traulicht geschnitzt, eine Kerze hinein gebracht und auf der Türschwelle oder auf Fensterbänken aufgestellt.

Halloween ergänzt dies, denn es benennt die Volksbräuche am Abend und in der Nacht vor Allerheiligen, also vom 31. Oktober auf den 1. November. Ursprünglich war das Brauchtum im katholischen Irland verbreitet und irische Einwanderer in den USA bauten die Bräuche aus. Seit den 1990er Jahren verbreiten sich Halloween-Bräuche auch in Europa und vermischen sich dabei mit den heimatlichen Bräuchen der Rübengeister.

Die Vorbereitungen bei Cäsar`s sind schon – wie man auf den Fotos sieht – getroffen. Jetzt muss nur noch der Tag der Tage kommen: 31. Oktober: „Halloween“ und es kann losgehen.

Geräusche auf der Haustüre zeugen von Kettenrasseln bis zu Happy Halloween.

Wer nicht darauf vorbereitet ist, kann sich dabei leicht erschrecken.

Aber dennoch, es ist mal etwas ganz anderes in unserem beschaulichen Dorf. Eine Mischung von Deutsch, Keltisch, Irisch und Amerikanisch. Warum nicht! Wie heißt es so oft: „Die richtige Mischung macht`s“! Und die haben wir auf jeden Fall hier in unserem beschaulichen Hochwaldörtchen.

Also Leute, freut euch auf: „Happy Halloween“ und blos keine Angst, gebissen wird niemand!

Bild: Sandra Cäsar
Bild: Sandra Cäsar

Alte Tradition - Wääle bräsche

Schon als Kinder gingen wir mit unserer Mutter Maria und der Nachbarin Marzella „Enn die Wääle“, um Heidelbeeren zu sammeln.

Mein Bruder Bert, meine Schwester Petra und die Nachbarskinder Elfie, Thomas und Horst waren natürlich auch dabei.

Wir Kinder bekamen ein kleines Henkelkesselchen von der Mutter, in das wir die Heidelbeeren hineinsammeln mussten, bis es voll war. Dann mussten wir in den Eimer der Mutter unsere mühsam gesammelten Heidelbeeren hineinkippen und dann musste man weiter „Wääle bräsche“.

Auf Damfloser Platt heißt es natürlich nicht Heidelbeeren sammeln sondern „Wääle bräsche“. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, das unsere Mutter immer ein Honigeimerchen mit Deckel aus Blech zum „Wääle bräsche“ mit hatte. An manchen schwülen Tagen machten uns die Mücken und die Waldameisen zu schaffen, die Heidelbeeren waren klein und das Kesselchen wieder und wieder voll zu pflücken machte nicht immer Spaß. Natürlich wanderte die ein oder andere Heidelbeere anstatt in das Kesselchen in den Mund, der innen und außen, genau wie die Hände, ganz blau verfärbt war.

Auch die Kleider bekamen „Wääleplagge“ (Heidelbeerflecken), die beim Waschen nur sehr schwer wieder herausgingen, da wir Kinder uns oft neben die niedrigen Heidelbeerhecken hinsetzten

Daheim dann wurden die „Wääle“ gleich geputzt und von den Blättern und Stielen gesäubert, die wir Kinder mitgesammelt hatten. Die Mütter achteten mehr darauf, „sauber“ zu „bräsche“, als wir Kinder.

Aus den „Wääle“ wurde „Wäälepangkuche (Heidelbeerpfannkuchen), „Wääleschmiea“ (Heidelbeermarmelade) oder auch mal ein „“Wäälebärmschä“ (Tortenboden mit Heidelbeerbelag) hergestellt.

Nicht in jedem Jahr kann man im Wald Heidelbeeren sammeln. Das Wetter muss stimmen, damit die Heidelbeerhecken blühen und später Früchte tragen, so wie in diesem Jahr.

Früher gingen ganz viele Leute aus Damflos „Wääle bräsche“, heute nur noch wenige.

Die Fotos zeigen drei „Wäälebräscha“, die die alte Tradition noch weiter leben lassen, denn unser Leben in Damflos war immer ein Leben mit und in der Natur und ein Leben inmitten und vom Wald, der unser schönes Dorf schon immer geprägt hat.

Früh übt sich...

Das dachte sich sicher auch Olivia Cäsar,

die mit ihrer Mutter Sandra, ihren Großeltern Maria und Bert Bouillon und ihrer Großtante Margareta Bouillon-Adams an einem sonnigen Vormittag in den Wald ging, um Brombeeren zu sammeln. Wie die Großen wollte die kleine Olivia auch ein „Kesselschen“ zum Einsammeln der leckeren Waldfrüchte mit einem Band oder einem Gürtel um den Bauch gebunden haben. Allerdings ist unschwer zu erkennen, dass das „Kesselschen“ von Olivia erheblich kleiner ist als die Behältnisse der Großen. Sonst macht es ja auch keinen Spaß, wenn man nur den Boden bedeckt hat und sein „Kesselschen“ nicht voll bekommt. Und es ist ja auch nicht jeder so wie früher mancher Lausbube, der dreiviertel des „Kesselschens“ mit Fichtenzapfen gefüllt hat und nur ganz oben drauf eine Schicht Brombeeren gesammelt hat. Daheim beim Ausschütten der Beeren war natürlich dann „Zinnober“ im Haus. Da die Brombeeren normalerweise keine Maden haben, wanderten wohl die Allermeisten in den Mund der kleinen Olivia. Zuhause wurden aus den Beeren Marmelade und Saft hergestellt und für Olivia war das ein wirklich herrlicher Vormittag im Wald.

 

Bericht: Margareta Bouillon-Adams

Bilder: Sandra Cäsar

Baugebiet Großer Röder

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